Colosseum Theater

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Altendorfer Str. 1, Stadtkern, Essen, Ruhrgebiet 45127 , Deutschland

Colosseum Theater

Altendorfer Str. 1, Stadtkern, Essen, Ruhrgebiet 45127 , Deutschland

Beschreibung

Das Colosseum Theater ist eine Veranstaltungshalle (bis Juli 2010 reines Musical-Theater) im Essener Westviertel.

Das Backsteingebäude wurde in den Jahren 1900 und 1901 am Ostrand der ehemaligen Essener Krupp-Gussstahlfabrik als dreischiffige Industriehalle errichtet. Damals wurde sie 8. Mechanische Werkstatt genannt und war Arbeitsstätte von rund 2000 Menschen, die unter anderem Lokomotivrahmen und Kurbelwellen für Schiffe herstellten.

Im Zweiten Weltkrieg wurde diese Halle, im Gegensatz zu den meisten umliegenden Kruppschen Industriegebäuden, nicht zerstört. Jedoch wurde die Statue des Alfred-Krupp-Denkmals, das vor der 8. Mechanischen Werkstatt stand, etwa dort, wo sich heute der äußerliche Treppenaufgang befindet, durch Fliegerbomben von seinem Sockel gestürzt und befindet sich heute im Besitz des Ruhr Museums. Das Denkmal am Eingang zur Gussstahlfabrik erschuf der Münchner Bildhauer Alois Mayer (1855–1936). Es wurde 1892 enthüllt und enthielt auf seinem Sockel den Leitgedanken Alfred Krupps. Er entsann ihn 1873 anlässlich des 25-jährigen Jubiläums seiner Besitzübernahme der Gussstahlfabrik von seiner Mutter Therese:

„Der Zweck der Arbeit soll das Gemeinwohl sein, dann bringt Arbeit Segen, dann ist Arbeit Gebet.“

Als Dank für das Denkmal ließ Alfred Krupps Sohn Friedrich Alfred Krupp die Siedlung Altenhof für kruppsche Alte und Invaliden errichten.

AEG Kanis mietete später die Werkshalle zunächst und wurde dann Eigentümer. Hier wurden Dampfturbinen, später nur noch Gasturbinen gebaut. In den Jahren 1983 bis 1987 wurde hier die Erdgaspipeline von Sibirien nach Westeuropa hergestellt. Die AEG-Kanis baute in den Hallen insgesamt 47 Gasturbinen für das sogenannte Erdgas-Röhrengeschäft, an dem auch Mannesmann erheblichen Anteil hatte.

Nach der Betriebsverlegung der AEG-Kanis im Jahr 1988 wurde das Gebäude 1989 unter Denkmalschutz gestellt. Ebenfalls zum Ensemble, das unter Schutz gestellt wurde, gehört die vor der Halle befindliche Werksbahnbrücke aus dem Jahr 1872 und die westlich liegende ehemalige Geschossdreherei als einzig verbliebenes Werksgebäude der Gussstahlfabrik, das schon zu Lebzeiten von Alfred Krupp existierte. Es ist heute Sitz des Zentrums für Türkeistudien.

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Standort

Altendorfer Str. 1, Stadtkern, Essen, Ruhrgebiet 45127 , Deutschland
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